Jahresabschluss auf den Rädern

Als Jahresabschluss schwang sich die Eingangsklasse auf die Fahrräder.

Auf die Räder, fertig und los ging es am Bahnhof in Sinsheim. Auf zwei, oder kilometerweit auch nur auf einem Rad, fuhren wir unseren Weg durch den Wald parallel zum Sachsweg nach Waldangeloch. Bei zunehmendem Glutofen von oben scheuchten Herr Paust und Herr Macri uns Schüler den Berg in Richtung Odenheim hoch. Dort ging es am mathematisch gesehenen Wendepunkt unserer Tour, der gleichzeitig ein Tiefpunkt war, zum Glück gleich an die erstbeste Tankstelle in Form eines Nah & Gut-Marktes zum Auftanken der zur Neige gegangenen Wasservorräte. Nach unserem kurzen Tankstopp - zum Glück waren E-Bikes verboten, bei denen wäre nicht genug Energie in der Kürze nachgeflossen - ging es weiter zum nächsten Etappenziel.

Dem Heitlinger Golf Resort entlang näherten wir uns dem kulinarischen Höhepunkt der Tour: Dem Mittagessen am Kreuzbergsee in Tiefenbach. Da Herr Paust uns die Speisekarte des Hotels Kreuzberghof bereits vorab zukommen ließ und wir damit wussten, welche Köstlichkeiten auf uns zukämen, lief uns nicht nur der Schweiß vom ganzen Körper, sondern auch bereits das Wasser im Munde zusammen. Mit SchniPoSa, Käsespätzle, schwäbischen Maultauschen und weiterer kulinarischer Vielfalt konnten wir uns für die Heimfahrt stärken. Die Getränkeauswahl war vielfältig, der Alkoholpegel durch zu viel alkoholfreies Bier jedoch unverändert auf Tiefpunkt.

Bei weit über 30°C - normalerweise sollte man es sich bei solchen Temperaturen im Schwimmbad gut gehen lassen - ging es den größten Anstieg unserer Tour zur Michaelskapelle in Eichelberg weiter. Dort konnten wir den, wörtlich aus dem Tourenbrief von Herrn Paust entnommenen „hypergrandiosen vierdimensionalen“ Ausblick über Eichelberg und Umgebung genießen - natürlich erst nachdem alle Schweißperlen aus den Augen gewischt waren. Als Belohnung für diese Kletterei ging es dann ein Stück Downhill weiter in Richtung Heimat.

Außerplanmäßiger Not-Stopp! Loch im Reifen, Schlauch ersetzen und weiter ging es. Das nächste Stück Richtung Sinsheim ging dann auf dem Schlangenweg in den großen Wald. Wiederholung von oben - außerplanmäßiger Not-Stopp! Loch im Reifen, Schlauch ersetzen und weiter ging es zum Sachsweg, dem offiziellen Ende der Tour. Von dort ging es verstreut jeweils der Heimat und gleichbedeutend der Erholung entgegen.

Das Thermometer zeigte 34°C, in der Schule wäre es wohl 10°C kühler, gefühlt sogar mindestens 20°C kühler gewesen. Dafür hätten wir aber sicherlich deutlich weniger Spaß bei Chemie, Deutsch und unseren Profilfächern gehabt als auf unserer Tour. Danke für die gute Idee und die Organisation an unsere beiden Klassenlehrer, die eigentlich noch ein Eis hätten ausgeben können, Bier ging ja angeblich nicht. Wir alle hatten eine Menge Spaß!

von Johannes Koch (E1)

Artikel vom: 25/07/2019