Drittbestes Abitur in Baden-Württemberg wurde an der FHS erlangt.

Das drittbeste Abitur in Baden-Württemberg erreichte Anouk Sommer aus Sinsheim.  

Ganz überraschend erreichte ein großer Umschlag die Friedrich-Hecker-Schule. Er beinhaltete eine Urkunde für das drittbeste Abitur in Baden-Württemberg. Mit großem Stolz konnte diese besondere Urkunde an Anouk Sommer im Dezember übergeben werden. Für den Schulleiter Thomas Brunner war es eine positive Abwechslung, der ehemaligen Schülerin diese Urkunde aushändigen zu dürfen. Er ist begeistert, dass immer mehr Mädchen Interesse an technischen Fächern haben, die Friedrich-Hecker-Schule wählen und dabei auch solch außerordentliche Ergebnisse erzielen. Selbstverständlich sprach es sich in der Schulgemeinschaft sehr schnell herum, dass die FHS einen kleinen Star hervorgebracht hatte. Also nahmen sich die zwei Schülersprecherinnen der Friedrich-Hecker-Schule, Fiona und Viktoria, vor, mit der ehemaligen Schülerin ein Interview zu führen, um sie näher kennenzulernen und das Rezept für diese hervorragende Leistung zu erfahren. 

Viktoria: Welche Hobbies hast du denn?  
Anouk: Reiten, Tanzen, Lesen und Freunde treffen. 

Fiona: Was hast du nach deinem Abi gemacht? 
Anouk: Nach dem Abi habe ich mich am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingeschrieben und studiere nun im ersten Semester Informatik.  

Viktoria: Hat dir das Lernen an der Friedrich-Hecker-Schule Spaß gemacht, oder war es eher lästig und anstrengend für dich? 
Anouk: Naja, bei mir war das so: Da mich die meisten Themen ansprachen und die Lehrer:innen es geschafft haben, sie interessant rüberzubringen, hatte ich auch Spaß daran, neue Themen zu verstehen. Klar, das war jetzt nicht in allen Fächern so, bei manchen musste ich mich eher durchbeißen, ganz nach dem Motto: Setz dich jetzt hin und lerne es einfach. Das ist jetzt halt nicht so interessant für dich. 
Die Hilfsbereitschaft von einzelnen Mitschüler:innen bzw. die Teamarbeit untereinander hat mir da selbstverständlich auch geholfen. Bei verschiedenen Physikaufgaben, zum Beispiel, habe ich mich auch an Schüler:innen gewendet, von denen ich wusste, dass sie das vielleicht besser können als ich. Natürlich habe ich auch gefragt, ob sie mir mal erklären könnten, wie man auf gewisse Gleichungen kommt. Selbstverständlich kam es auch vor, dass ich dann einfach nach Lösungen gefragt wurde „Hey, was hast du hier raus?“ oder „Kannst du mir das nochmal erklären?“. Aber in den meisten Fächern war es wirklich so, dass ich mich auch immer dafür interessiert habe.  

Viktoria: Wie waren deine Noten - warst du schon immer eine top motivierte Lernerin oder musstest du dich des Öfteren aufraffen?   
Anouk: Also ich hatte nicht immer so gute Noten. Als ich in der 7. Klasse auf dem allgemeinbildenden Gymnasium war, da hatte ich noch die Auffassung ich schaue mal und lerne so ein bisschen. Als ich dann auf die Friedrich-Hecker-Schule gewechselt bin, war es eine Zeitlang so, dass ich wirklich auf den letzten Drücker gelernt habe. In der Oberstufe, da musste ich mich dann hinsetzen und richtig lernen, für mehrere Tage und nicht alles nur kurzfristig. Mittlerweile funktioniert das auch ziemlich gut. Also ich bin relativ gut darin geworden, mich wirklich hinzusetzen und zu sagen okay, du lernst jetzt für diese Zeit und dann hast du Freizeit.  

Fiona: Also hast du dann irgendwann auch mit Lernplänen gearbeitet?  
Anouk: Ja, auf jeden Fall! In der Eingangsklasse hatten wir das Seminar “Selbstorganisiertes Lernen”, bei dem wir uns Lernpläne erstellen konnten und Feedback dazu bekamen. Die Kompetenz, meine Lernzeit zu strukturieren hat mir dann wirklich auch beim Abi geholfen, als wir dann quasi alle zu Hause wegen Corona saßen. Vor allem die letzten drei Monate vor den schriftlichen Prüfungen war meine Lernzeit geplant und das hat mir definitiv geholfen.  

Viktoria: Kannst du uns Schüler:innen der FHS effektive Lernstrategien mit auf den Weg geben? 
Anouk: Klar! Ich habe mir natürlich erstmal einen Lernplan geschrieben, wann ich welches Fach lernen wollte. Aber ich habe vor allem vor Klausuren mit Karteikarten gelernt und die wichtigsten Zusammenhänge, die wir im Unterricht besprochen hatten zusammengefasst. Bei gewissen Themen in Mathe oder Physik habe ich dann eher Übungsaufgaben gerechnet. Aber vor allem in Fächern wie Geschichte mit Gemeinschaftskunde oder in den Fremdsprachen, bei denen man einfach mehr auswendig lernen muss, habe ich definitiv mit Karteikarten gelernt und das hat mir immer sehr viel geholfen. 

Fiona: Wieso bist du überhaupt auf das Technische Gymnasium an der FHS gewechselt?  
Anouk: Auf meiner alten Schule hatten wir in der neunten Klasse ein Projekt bei dem man das Programmieren ausprobiert hat. Ich fand das damals ganz cool und war auch ziemlich gut darin und dann hat mir mein Lehrer empfohlen, auf das Technisches Gymnasium zu wechseln. Ich habe den Infoabend an der Friedrich-Hecker-Schule besucht. Ich war begeistert von den vielen Fachräumen. Der Abend war sehr interessant - die Themen, die vorgestellt wurden waren sehr ansprechend. Ich habe die Entscheidung nie bereut, dass ich auf die FHS gewechselt bin. Dass Umfeld war einfach immer prima, die Lehrer waren super motiviert und die Fächer haben mir auch besser entsprochen. 

Viktoria: Hast du eigentlich bestimmte Vorbilder? 
Anouk: Eigentlich habe ich jetzt Niemanden. Ich könnte nicht sagen okay, ich möchte jetzt genauso wie die Person werden, sondern ich dachte mir einfach, ich schau jetzt, wie gut ich es hinkriege und wie weit ich dabei komme.  

Fiona: Vielen Dank für die Tipps und alles Gute für dein Studium. 
Anouk: Vielen Dank für die tollen Fragen. Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Abi. 


Für das Technische Gymnasium oder auch des Technische Berufskolleg besteht noch bis 8. März die Möglichkeit sich an der Friedrich-Hecker-Schule anzumelden. Infos dazu finden sich auf der Homepage www.fhs-sinsheim.de

Artikel vom: 26/02/2021