Abi-Feier 2021 an der Friedrich-Hecker-Schule

Trotz aktuell niedriger Inzidenzwerte verabschiedete sich am 15.7. auch der diesjährige Abiturjahrgang der Friedrich-Hecker-Schule in Sinsheim noch im (sich lichtenden) Schatten von Corona. Wie schon im vergangenen Jahr konnte es keine große Abschlussfeier mit Eltern, Verwandten und Freunden geben. Immerhin konnte die Veranstaltung in eingeschränktem Rahmen in Präsenz und mit musikalischer Untermalung durch die Lehrerband „Abteilung Rock“ der Friedrich-Hecker-Schule erfolgen und wurde den Umständen entsprechend so feierlich wie möglich gestaltet: So fanden sich die Schülerinnen und Schüler im Außenbereich des Beruflichen Schulzentrums Sinsheim zunächst zum Gruppenfoto ein.

In seiner anschließenden Rede betonte Schulleiter Thomas Brunner die enormen Anforderungen an die Selbstorganisation und Flexibilität, die mit den Umstellungen von Präsenz-/ Wechsel-/ Hybrid-/ Distanzunterricht und der verschiedenen Teststrategien einhergingen. Doch nicht nur dies schlägt sich im diesjährigen Motto „Abipunktur – jeder Punkt kostet Nerven“ nieder; Herr Brunner spannte den Bogen auch zu den neuen „Nerven des Schulalltags”, die über die digitalen Plattformen von Office 365/ Teams den Kontakt zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen aufrechterhielten, auch wenn sie sowohl auf Schüler:innen- als auch auf Lehrer:innenseite einige Nerven gekostet haben mögen.

Diese außergewöhnliche Zeit nannte Brunner „historisch”: Ein Abitur unter extremen Bedingungen – beginnend mit den erwähnten Umstellungen im Unterricht, über den Schulalltag in Einbahnstraßensystemen, mit Masken und desinfizierten Händen, bis zur Kursstufenverabschiedung ohne Eltern, ohne externe Preisverleiher und Laudatoren – in jeder Hinsicht reagierte diese Kursstufe mit Verständnis und komme so trotz der Nerven, die es gekostet habe, letztendlich auf ihre Punkte. Der Schulleiter bezeichnete dies in diesem Jahr als „beachtliche Leistung”. Herr Brunner beendete seine Rede mit „Jeder Punkte kostete Nerven, aber es hat sich gelohnt“.

Im Anschluss an Schulleiter Thomas Brunner hielt Furkan Aydin eine Rede – stellvertretend für die Abiturient:innen. Zunächst ging der Blick zurück auf die letzten drei Jahre. Man habe „gemeinsam gelernt, gestritten, sich angefreundet, Spaß gehabt und sich durchgekämpft“. Vor allem habe man sich aber dabei stetig weiterentwickelt. Die Zeugnisse, die gleich vergeben würden, seien viel mehr als nur ein Blatt Papier. Sie seien „ein großer Erfolg, Hoffnung, Träume oder ein Schlüssel“, mit dem man bestimmte Türen öffnen und viele neue Wege beschreiten könne. Er erinnert daran, dass wir alle Menschen und keine Maschinen seien. Deshalb sei es normal, dass wir alle Fehler machten. Es zeichne uns Menschen aber aus, dass wir aus unseren Fehlern lernen und uns weiterentwickeln könnten. Manchmal bedürfe es dazu etwas Hilfe und Geduld, aber es sei immer möglich. Man solle deshalb keine Angst haben in Zukunft seine „Arbeitskollegen, Professoren, Unikameraden oder sonst wen um Hilfe zu bitten“. Als Mensch könne man das Unmögliche möglich machen, jedoch nur im Team und nicht alleine. Furkan Aydin bedankte sich am Ende bei allen Lehrer:innen, Eltern, Freunden und sonstigen Beteiligten für die Hilfe und Geduld in den letzten drei Jahren.  

Auch die Abteilungsleiterin des Technischen Gymnasiums, Doris Bechtold-Janson, begrüßte die Abiturient:innen und richtete einige Worte an sie. Auch sie blickte nochmals zurück auf die vergangenen drei Jahre, erinnerte an die Fahrt ins Ahrntal, an einige Sportturniere sowie den Ausflug nach Straßburg. Auch wenn heute nicht alle ein Abiturzeugnis bekämen, sei sie froh, dass niemand mit ganz leeren Händen gehen müsse. Sie hoffe doch sehr, dass sich die Schüler:innen an der FHS wohl gefühlt hätten. Auch von Frau Bechtold-Janson wurde das Abiturmotto „Abipunktur – jeder Punkt kostet Nerven“ aufgegriffen, wobei sie darauf hinwies, dass dies nicht nur für Schüler:innen gelte. Bevor es an die Zeugnisvergabe und die Vergabe der Preise ging, lud sie alle Anwesenden jetzt schon zur 50-Jahr-Feier des TG im nächsten Jahr ein – dann hoffentlich wieder unter Nicht-Pandemie-Bedingungen.    

Nun ging es an die Zeugnisvergabe und die Ehrungen der besten Schüler:innen. Die 46 Abiturient:innen erreichten einen Abiturgesamtdurchschnitt von 2,4, davon 14 mit einer Eins vor dem Komma. Ruben Zimmermann als Jahrgangsbester erreichte einen Durchschnitt von 1,2. Als bester Absolvent mit dem Profilfach Mechatronik erhielt er den mit 250 Euro dotierten Förderpreis der Firma Multitorch aus Zuzenhausen sowie den Preis des Wirtschaftsforums Sinsheim für die besten Leistungen im Fach Wirtschaftslehre. Auch in den Fächern Mathematik und Chemie wurde er für Bestleistungen ausgezeichnet. Maren Kreß erhielt für den besten Abiturdurchschnitt (1,3) mit dem Profilfach Informationstechnik 150 Euro von der Hochwarth IT GmbH als Preis für ihre außerordentlichen Leistungen. Außerdem bekam sie für sehr gute Leistungen in den Fächern Chemie und evangelische Religion weitere Preise. Jan-Luca Gruber überzeugte als bester Schüler in Informationstechnik und wurde außerdem mit dem Scheffelpreis für beste Leistungen im Fach Deutsch ausgezeichnet. Der Ferry-Porsche-Preis für besondere Leistungen in den Fächern Mathe, Physik und Profilfach wurde an Dennis Frank vergeben. Der Sinsheimer Meisterkursverein ABS ehrte Johannes Koch im Fach Technik und Management mit einem Buchgutschein in Höhe von 100 €. Er wurde ebenfalls als bester Schüler des Jahrgangs im Fach GGK ausgezeichnet. Der Schülersozialpreis für Schüler:innen mit besonderem Engagement, vergeben durch die Sparkasse Kraichgau im Wert von 100 Euro, ging an Viktoria Gfrerer. Sie wurde ebenfalls in den Fächern Physik und katholische Religion ausgezeichnet. Max-Luca Banspach wurde als bester Mechatroniker geehrt. Gabriel Salajeanu erhielt die Auszeichnung als Jahrgangsbester in den Fächern Englisch und Spanisch. Wie bereits erwähnt, konnten die Preise auch in diesem Jahr leider nicht durch Ehrengäste übergeben werden. Die Corona-Pandemie verhinderte erneut diese Tradition.

Wenn die Corona-Pandemie für diesen Jahrgang auch vieles erschwerte, zeigte es sich hier einmal mehr, dass in jeder Krise eine Chance steckt. Man konnte eine enorme Entwicklung bei den Schüler:innen feststellen: Neue digitale Wege wurden gegangen, um das Beste aus der Situation zu ermöglichen.

Artikel vom: 22/07/2021